Interview Christian Braunschweig zur Beiladung

Sammelladungen, die kluge Art, international umzuziehen
Wir begrüßen unseren neuen Direktor, Herrn Christian Braunschweig, der seit einigen Monaten die Position des Geschäftsführers/Direktors bei Koch Umzugslogistik innehat. In unserem ersten Interview erklärt er uns das Konzept der Sammelladungen – eine kostengünstige und sichere Option für internationale Umzüge.
Datum: 12. November 2025
Stephan Hoffmann:
Herr Braunschweig, was genau ist eine Sammelladung, wenn wir uns einmal ganz unwissend stellen?
Christian Braunschweig:
Gerne. Ein Umzug in ein anderes Land bedeutet nicht immer, dass man einen ganzen Haushalt umzieht. Oft geht es nur um persönliche Gegenstände. In solchen Fällen ist es nicht die beste Option, die Sachen in einen eigenen Container zu packen und diesen um die Welt zu verschiffen. Dafür bieten wir Sammelcontainer an. Das sind Kleinstladungen, die von einem halben bis zu 10 Kubikmetern reichen können. Wir holen die Sachen inklusive Vollverpackung beim Kunden zu Hause ab.
Stephan Hoffmann:
Und der Name Sammelladung impliziert, dass sich mehrere Kunden einen Container teilen, richtig?
Christian Braunschweig:
Genau. Die einzelnen Sendungen werden in einem Sammellager in Hamburg oder Antwerpen in Belgien zusammengetragen. Dort wird gesammelt, bis der Container voll ist. Im Container befinden sich dann tatsächlich 20, 30 oder 40 Kunden gleichzeitig.
Stephan Hoffmann:
Das klingt nach einer Kostenersparnis. Wie viel kann ein Kunde im Schnitt sparen, wenn er sich für eine Sammelladung entscheidet?
Christian Braunschweig:
Kunden können bis zu 50 % an Kosten sparen. Ein großer Posten, der entfällt, ist der Holzverschlag, der bei einer Einzelladung zwischen 375 € und 475 € kostet und nicht zurückkommt. Das größte Einsparpotenzial liegt aber im Handling und den Hafengebühren. Bei einer Einzelladung in die USA kostet das Handling pro Kubikmeter im Eingangshafen etwa 500 US-Dollar. Bei einem Sammelcontainer mit 20 Kunden kostet das Handling des gesamten Containers nur 600 US-Dollar, was dann durch alle geteilt wird. Die Ersparnis ist dadurch wahnsinnig hoch.
Stephan Hoffmann:
Gibt es Nachteile bei einer Sammelladung?
Christian Braunschweig:
Der Nachteil ist hauptsächlich die Transitzeit. Außerhalb der Saison können die Sachen nach der Abholung im Lager in Antwerpen oder Hamburg noch zwei, vielleicht sogar drei Wochen warten, bis der Container voll ist und auf die Reise geht. Wenn man zeitlich flexibel ist und die Sachen nicht sofort benötigt, ist die Sammelladung aus Kostengründen die bessere Wahl.
Stephan Hoffmann:
Manche Kunden haben die Sorge, dass ihre Möbel oder Kostbarkeiten, da sie mit anderen im Container sind, weniger sicher sind. Wie gewährleisten Sie die Sicherheit der Waren?
Christian Braunschweig:
Jede Sendung ist absolut sicher und von den anderen getrennt.
- 1. Jedes Packstück wird mit einem Label und einer Nummer versehen.
- 2. Jeder Kunde hat eine gesonderte, nummerierte Packliste.
- 3. Die Packstücke werden im Container partizipiert, heißt, es werden Pappwände dazwischen gebaut, um die Sendungen voneinander abzutrennen.
Am Empfangsort entlädt unser Partner, zum Beispiel in New York, alles in sein Lager, kommissioniert die verschiedenen Partizipationen und sorgt dann für die Verteilung in Amerika. Unsere Partner sind ebenfalls Umzugsfirmen, die schon seit Jahrzehnten im Geschäft sind, sodass Sie sich um die Qualität keine Sorgen machen müssen.
Stephan Hoffmann:
Zusammenfassend: Wenn ein Kunde Zeit hat, würden Sie ihm immer eine Sammelladung empfehlen?
Christian Braunschweig:
Ja, natürlich, weil es erheblich Geld spart. Es ist einfacher, die Zollabwicklung und die Handlinggebühren sind niedriger. Solange es nicht zeitsensitiv ist und es unwichtige Sachen sind, die man nicht sofort braucht, ist dies die beste Option.
Stephan Hoffmann:
Das ist sehr nützliches Wissen. Vielen Dank für die Erklärungen.
Christian Braunschweig:
Gerne.